• Anna Gelbert

Durchhalten bis 2026! Die Astro-Prognose von Alexander Graf von Schlieffen


Herr von Schlieffen, wir alle haben eines der herausforderndsten Jahre hinter – oder womöglich noch vor uns. Vor lauter Nachrichten und Zahlen schwirren uns die Köpfe. Zeit, sich zum Jahreswechsel Inspiration woanders zu suchen:

Aus welchem Zeitalter kommen wir denn, und in welches Zeitalter gehen wir - astrologisch gesehen?


Im Jahr 2020 ist eine 200-jährige Epoche der Menschheitsgeschichte zum Ende gekommen, die aus der astrologischen Perspektive vom Element Erde beherrscht wurde. Erde bedeutet Materialismus pur; es ist die Zeit der industriellen Revolution, des expandierenden Kapitalismus, der explosionsartigen Entwicklung der Naturwissenschaften, sowie von Forschung und Technik. Es zählt nur das, was materiell beweisbar ist oder das was sich finanziell lohnen der Weise umsetzen lässt. Diese Epoche hat unglaubliche Errungenschaften hervorgebracht, aber sie litt auch an einer sehr einseitigen, weil materialistischen Sicht auf das Leben. So mussten viele Wirklichkeiten, die nicht naturwissenschaftlich beweisbar waren, aber dennoch bedeutsam sind, ausgeschlossen bleiben.

Nun befinden wir uns in einem Übergang zu einer etwa 200 Jahre andauernden Epoche des Elementes Luft. Im Element Luft geht es um Vernetzung, Kommunikation und Kooperation. Vieles von dem, was in der Erdepoche getrennt werden musste um analysiert werden zu können, soll in der Zukunft wieder miteinander verbunden werden. Dadurch entstehen wieder Sinnzusammenhänge, die im Erdreich auf Grund der Trennung der Lebensbezüge ziemlich verloren gegangen waren.

Das Motto dieser Epoche könnte lauten: „Kooperation statt Konkurrenz“.


Wie können uns die Sterne bei der Analyse dieser Krise überhaupt helfen?


Durch das Heranziehen der astrologischen Perspektive können wir eine komplett andere Sichtweise auf das aktuelle Geschehen bekommen. Was sich der Welt als eine mit den Errungenschaften der Vergangenheit zu bewältigende Krise darstellt, ist in Wirklichkeit ein Epochenwandel. Das verleiht dem gesamten Geschehen eine andere Bedeutung. Diesen Blickwinkel kann man zum Beispiel mit Hilfe der Sprache der Astrologie überhaupt erst richtig in seiner Ganzheit erfassen.


Was bedeutet das? Mit welchem charakterlichen Rüstzeug komme ich gut durch diese nächsten, stürmischen Jahre – gibt es gar Sternzeichen, denen das jetzt leichter fällt?


Das „schneller, höher und weiter“ hat ausgedient. Wer weiterhin gierig nur nach den eigenen Pfründen Ausschau hält, wird in mittlerer Zukunft ziemlich alleine dastehen.


Welche Tierkreiszeichen – das wird jetzt etwas küchenpsychologisch – hatten denn ganz bestimmte Tendenzen in der Pandemie? Wer neigt zu Kontrollsucht, wer kann Wellen gut surfen, wer liebt den Wandel und die Challenge, und wer schottet sich ab?


Die küchenpsychologische Astrologie ist ein Relikt der Erdepoche und braucht daher keine Berücksichtigung mehr im Luftzeitalter. Diejenigen, die offen dafür sind, sich der Veränderung zu stellen, werden vermutlich bald spüren, welche Dimension dieser Epochenwandel hat und mit dem Wind surfen, anstatt gegen ihn Schutzmauern aufzubauen.


Ein schlimmer Nebeneffekt der Krise war in 2021 die – von Kanzler Scholz negierte – Spaltung der Gesellschaft. Was Politik und Wissenschaft dazu sagen, wissen wir. Aber was sagt die Astrologie: Wie überwinden wir diese Gräben als Menschheitsfamilie?


Die Spaltung der Gesellschaft spiegelt die Spaltung zwischen Vergangenheit und Zukunft. Vergangenheit und Zukunft schließen sich in einem Epochenwandel aus; natürlich geht es schon auch darum, die konstruktiven Errungenschaften der Erdepoche auch in der Zukunft zu nutzen, das aber unter einem anderen Bewusstsein. Diejenigen, die unbewusst nicht akzeptieren wollen, dass ihre Zeit zu Ende geht, stemmen sich mit aller Gewalt dagegen und das führt zu dem Verlust von Kommunikation und dem polarisierenden Gegeneinander. Die Farbe Braun, das ist auch im politischen Sinne gemeint, ist eine Farbe der Erde…


Mal abgesehen, von den angeordneten Maßnahmen – welche Maßnahmen kann ich jetzt für mich persönlich treffen, um mich auf dieses neue Zeitalter einzustimmen? Ich denke, wir alle haben begriffen, dass hier etwas Neues startet und, dass wir nicht nach zwei Piksen unser altes Leben zurückbekommen.


Der Epochenwandel führt jeden einzelnen von uns an bestimmte Sollbruchstellen in seinem eigenen Leben, welche die persönliche Verhaftung mit der alten Zeit symbolisieren. Wenn wir uns darauf konzentrieren, sie zu konfrontieren um dann mutig den Sprung in das neue Leben zu schaffen, leistet jeder einzelne vermutlich den wertvollsten Beitrag zu einer gesunden Weiterentwicklung der Gesellschaft in der kommenden Epoche.


Sie haben mit ihrem Buch Das astrologische Luftzeitalter und ihrem Podcast AstroPod mit der wunderbaren Kathie Kleff großen Erfolg. Wie erklären Sie sich den enormen Zulauf, den die Sterne in diesen Zeiten plötzlich wieder erfahren?


Zunächst mal muss man festhalten, dass die Astrologie definitiv keine Disziplin der Erdepoche war, in der nur das Wirklichkeitsanteile bekommen hat, was naturwissenschaftlich und kausallogisch beweisbar war. Die Astrologie ist eine uralte Deutungskunst und keine Naturwissenschaft im modernen Sinne. Natürlich denken die meisten Menschen, dass der Zulauf der Astrologie aufgrund der Krise geschieht, aber das könnte ein Irrtum sein; die Astrologie könnte eine Renaissance in den nächsten 200 Jahren erfahren, weil sie eine Sprache der Vernetzung und keine Sprache der sezierenden Trennung ist.


Eine späte Genugtuung, denn die Astrologie wird ja hin und wieder als Hokuspokus belächelt. Manche Menschen meinen sogar, hier etabliere sich ein gefährlicher Kult. Wie begegnen Sie solchen Vorbehalten?


Das naturwissenschaftliche Denken kann den Menschen dazu verleiten, intellektuell hochmütig zu sein, weil er glaubt, mit seinem Denken die Wirklichkeit beherrschen zu können; damit ist aber nur die Wirklichkeit gemeint, die naturwissenschaftlich darstellbar ist. Das ist legitim, wenn es um die Verbesserung von mechanischen Vorgängen geht, entbehrt aber jeglicher Vernunft, wenn es um größere Sinnzusammenhänge geht.


Wo sehen Sie sich besonders bestätigt, was den Lauf der Dinge angeht?


Alleine der Boom, den es um das Thema Pilze an vielen Orten in der Welt gibt, ist ein Indikator für das sich immer weiter vernetzte Bewusstsein der Zukunft. Außerdem kann ich in unzähligen persönlichen Gesprächen mit verschiedenen Menschen feststellen, dass sie von ihrem Instinkt und vom Gefühl her schon viel weiter in der neuen Epoche sind als es die (alten) Gedanken in ihnen erlauben möchten.


Wie arbeiten Sie genau, wie muss ich mir das vorstellen: Wo sehen Sie die Sternenkonstellationen, was notieren Sie sich dann, wie deuten Sie, was da passiert?


Die Position der Planeten sind für mehrere Jahrhunderte aufgezeichnet. Man kann den Stand der Gestirne für jeden Tag auch in die nächsten Jahrhunderte hinein anschauen und daraus die astrologischen Deutungen ableiten. Die Astrologie basiert also auf der Deutung der realen Position der Planeten zu einem bestimmten Zeitpunkt.


Sie haben 30 Jahre Berufserfahrung. Ordnen Sie doch bitte mal ein – wie außergewöhnlich ist das, was uns gerade allen widerfährt?


Das was uns gerade passiert, ist vermutlich das Außergewöhnlichste, was wir alle in unserem Leben erleben werden, da wir noch nie einen solchen Epochenwandel erfahren haben und ihn in den nächsten 200 Jahren auch nicht noch einmal erleben werden. Daher wissen wir auch noch nicht, wie damit umzugehen sei. Aber in dem Ungewöhnlichen liegt auch immer eine außerordentliche Chance.


Geben Sie uns doch bitte eine Perspektive – wie lange dauert es noch, bis wir aus dem Gröbsten raus sind? Und welchen Fehler sollten wir alle auf keinen Fall machen?


Diese Frage ist verständlich, aber leider nicht angemessen, denn sie kommt noch aus dem linearen Denken der gerade zu Ende gehenden Vergangenheit. Die gegenwärtige Situation hat aus der Perspektive des Epochenwandels die Aufgabe, ein System, oder verschiedene Systeme, zu einem Ende zu bringen, damit ein Neuanfang geschehen kann. Dieser Neuanfang ist nicht aufzuhalten, denn die Kräfte der Natur sind stärker als der Wille des Menschen. Aber man kann davon ausgehen, dass ab dem Jahr 2026 das Bewusstsein dafür, dass wir wirklich an der Schwelle zu einer neuen Zeit stehen, bei den meisten Menschen angekommen sein wird. Die gegenwärtige Situation dient der Erkenntnis dieses Zusammenhangs, daher würde sie aus der astrologischen Perspektive so lange anhalten, bis diese Einsicht in das Bewusstsein eingesickert ist.


Herr von Schlieffen, vielen Dank für das Gespräch!